Wetterfühligkeit: Wie das Wetter die Gesundheit beeinflusst
Wetterfühligkeit hat viele Seiten: Das Wetter beeinflusst die Gesundheit auf mehr Wegen, als die meisten Menschen vermuten.
Luftdruck (barometrischer Druck), Hitze, Luftfeuchtigkeit, Wind, Luftqualität und die jahreszeitlichen Lichtverhältnisse können alle beeinflussen, wie sich der Körper von Tag zu Tag anfühlt.
Luftdruck und das Nervensystem
Eine der bekanntesten Verbindungen zwischen Wetter und Gesundheit betrifft den Luftdruck.
Manche Menschen bemerken Symptome, wenn der Luftdruck vor einem Gewitter abfällt oder nach einer Front schnell ansteigt. Zu den häufigsten Beschwerden gehören:
- Migräne
- Kopfschmerzen
- Druck auf den Ohren
- Beschwerden in den Nasennebenhöhlen
- Gliederschmerzen
- Erschöpfung
Nicht alle Menschen reagieren empfindlich, doch bei denen, die es tun, kann das Muster sehr gleichbleibend sein.
Hitze und Flüssigkeitsmangel
Heißes Wetter belastet den Körper schnell.
Es kann das Risiko erhöhen für:
- Kopfschmerz durch Flüssigkeitsmangel
- Hitzeerschöpfung
- Hitzschlag
- Schwindel
- schnelleren Herzschlag
- schlechten Schlaf
Hitze kann außerdem bestehende neurologische oder Herz-Kreislauf-Symptome verstärken, besonders wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist.
Luftfeuchtigkeit, Atmung und verstopfte Nase
Änderungen der Luftfeuchtigkeit beeinflussen, wie angenehm sich das Atmen anfühlt und wie gut Schweiß verdunsten kann.
Hohe Luftfeuchtigkeit kann verstärken:
- Überhitzung
- schwere Erschöpfung
- Asthmabeschwerden
- Druck in den Nasennebenhöhlen
- schlechte Schlafqualität
Sehr trockene Luft kann Nase, Hals, Haut und Augen reizen.
Luftqualität und Entzündung
Tage mit schlechter Luftqualität können Symptome auslösen, auch wenn die Temperatur unauffällig wirkt.
Schadstoffe, Rauch von Waldbränden und stehende Luft können verstärken:
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Asthma
- Husten
- gereizte Augen
- allgemeine Erschöpfung
Bei manchen Menschen ist „Wetterfühligkeit“ teilweise ein Muster der Luftqualität.
Jahreszeiten und Stimmung
Wetter und Gesundheit sind nicht nur eine Frage von Gewittern.
Veränderungen von Tageslicht, Kälte und Tagesablauf können beeinflussen:
- Stimmung
- Schlaf
- Energie
- Schmerzwahrnehmung
- Aktivitätsniveau
Das ist mit ein Grund, warum manche Menschen sich jeden Winter, in der Allergiesaison oder in sehr heißen Hochsommerphasen schlechter fühlen.
Wetterfühligkeit: So erkennen Sie Ihr eigenes Muster
Am besten verstehen Sie den Zusammenhang von Wetter und Gesundheit, wenn Sie Symptome und Wetterbedingungen gemeinsam festhalten.
Notieren Sie:
- Art des Symptoms
- Stärke des Symptoms
- Temperatur
- Luftfeuchtigkeit
- Luftdruckänderungen
- Luftqualität
- Schlaf
- Trinkmenge
- Zeit im Freien
So lässt sich leichter erkennen, ob Ihr Hauptproblem der Luftdruck, die Hitze, die schlechte Luft oder eine Kombination daraus ist.
Das Wichtigste in Kürze
Das Wetter wirkt über mehrere Wege auf die Gesundheit, nicht nur über einen.
Wenn sich Ihre Symptome mit Gewittern, Hitze, Luftfeuchtigkeit oder Jahreszeitenwechseln zu verändern scheinen, wird Ihr Muster deutlich leichter beherrschbar, sobald Sie den gesamten Wetterzusammenhang festhalten.