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Okuläre Migräne: Augensymptome erklärt

· 3 Minuten Lesezeit
Pressure Pal Team
Team für Gesundheit und Wetter

Okuläre Migräne, auch Augenmigräne genannt, ist der Begriff, den viele verwenden, wenn eine Migräne das Sehen beeinträchtigt.

Das Problem: Der Begriff meint nicht immer dasselbe. Manche verwenden ihn für eine visuelle Aura auf beiden Augen. Andere meinen damit vorübergehende Sehstörungen an nur einem Auge. Dieser Unterschied zählt, denn die dahinterliegende Ursache und der Bedarf an ärztlicher Abklärung sind nicht unbedingt dieselben.

Wenn Sie Augensymptome zusammen mit Migräne haben, ist Klarheit der sicherste erste Schritt.

Was mit okulärer Migräne meist gemeint ist​

Im Alltag bezeichnet okuläre Migräne meist migränebedingte Sehstörungen wie:

  • Lichtblitze
  • Zickzacklinien
  • flimmernde Flecken
  • blinde Flecken
  • verzerrtes Sehen

Diese Symptome gehören häufig zur Migräne-Aura und können vor oder während eines Migräneanfalls auftreten. In vielen Fällen betreffen sie das Gesichtsfeld und nicht ein einzelnes Auge.

Warum der Begriff verwirren kann​

Manche Ärztinnen und Ärzte vermeiden den Begriff okuläre Migräne, weil er ungenau ist.

Visuelle Aura und retinale Migräne sind nicht dasselbe, und ein Sehverlust auf einem Auge oder ungewöhnliche Augensymptome sollten nicht beiläufig als „bloß wieder Migräne“ abgetan werden. Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Sehstörung ein Auge oder beide betroffen hat, notieren Sie das: Es hilft dabei, das Geschehen einzuordnen.

Wenn das Sehen betroffen ist, kommt es auf Genauigkeit an.

Häufige visuelle Migränesymptome​

Zu den migränebedingten Augensymptomen können gehören:

  • blitzende oder flimmernde Lichter
  • ein wachsender blinder Fleck
  • Zickzack- oder Wellenlinien
  • verschwommenes Sehen
  • vorübergehende Schwierigkeiten beim Scharfstellen

Diese Veränderungen bauen sich oft allmählich auf und bilden sich dann zurück. Bei manchen Menschen folgen anschließend Kopfschmerz, Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit. Andere erleben vor allem die visuelle Phase.

Wann Augensymptome dringend abgeklärt werden müssen​

Gehen Sie nicht davon aus, dass jedes Sehsymptom eine harmlose Migräne-Aura ist.

Eine dringende Abklärung ist wichtig, wenn der Sehverlust plötzlich auftritt, eindeutig auf ein Auge begrenzt ist, ungewöhnlich lange anhält oder mit anderen neu aufgetretenen neurologischen Symptomen einhergeht. Dasselbe gilt, wenn das Muster für Sie neu ist oder sich stark von Ihren üblichen Migränesymptomen unterscheidet.

Es geht nicht darum, in Panik zu geraten. Es geht darum, das Falsche auszuschließen.

Was visuelle Migränesymptome auslösen kann​

Die Auslöser einer okulären Migräne können sich mit anderen Migräne-Auslösern überschneiden, darunter:

  • Stress
  • schlechter Schlaf
  • helles Licht
  • Flüssigkeitsmangel
  • hormonelle Schwankungen
  • ausgelassene Mahlzeiten
  • Wetterwechsel

Bei manchen Menschen scheinen Luftdruckänderungen oder Gewitterwetter die Wahrscheinlichkeit einer visuellen Migräneepisode zu erhöhen, vor allem dann, wenn bereits ein anderer Auslöser vorliegt.

Warum es hilft, Details festzuhalten​

Sehstörungen lassen sich am besten beschreiben, wenn Sie sie sofort notieren.

Versuchen Sie festzuhalten:

  • was Sie gesehen haben
  • ob offenbar ein Auge oder beide betroffen waren
  • wie lange es gedauert hat
  • ob danach Kopfschmerz folgte
  • mögliche Auslöser an diesem Tag

Diese Aufzeichnung wird besonders nützlich, wenn sich die Symptome wiederholen. Ein guter Tracker hilft Ihnen zudem, Augensymptome mit Luftdruckänderungen zu vergleichen, falls der Luftdruck Teil des Musters zu sein scheint.

Das Fazit​

Okuläre Migräne bezeichnet meist migränebedingte Sehstörungen, doch der Begriff ist weit gefasst und kann verwirren.

Wenn bei Ihnen Lichtblitze, blinde Flecken oder andere vorübergehende Sehstörungen auftreten, hilft sorgfältiges Aufzeichnen. Sind die Symptome neu, einseitig, plötzlich oder ungewöhnlich stark, steht die ärztliche Abklärung an erster Stelle.