Monsunzeit und Kopfschmerzen: das Muster im US-Südwesten
Der nordamerikanische Monsun ist ein jahreszeitlicher Winddreh, der von etwa Ende Juni bis September Feuchtigkeit aus dem Golf von Kalifornien und dem Ostpazifik nach Arizona, New Mexico und in angrenzende Staaten bringt. Er verwandelt eine Region, die drei Viertel des Jahres mit einem nahezu bewegungslosen Luftdruck (barometrischer Druck) verbringt, in eine, die einige der schnellsten kurzfristigen Luftdruckänderungen überhaupt erzeugt. Nicht durch große Sturmsysteme, sondern durch Outflow-Grenzen, die von zusammenbrechenden Gewittern wegrasen und den Wert in unter fünfzehn Minuten um drei bis sechs hPa (mbar) springen lassen können. Für wetterfühlige Menschen im Südwesten der USA ist die praktische Folge, dass das Symptomjahr scharf geteilt ist und fast alles, was sich aufzuzeichnen lohnt, in rund zehn Wochen geschieht.
Den Mechanismus zu verstehen erklärt beides: warum der Rest des Jahres so stabil wirkt und warum sich der Monsun so anders anfühlt.